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Die Ärzte, Unrockstar Tour, 13.06.04 in Bielefeld (Seidenstickerhalle)

Als Julia und ich in Bielefeld angekommen waren, ging es erst einmal auf große Parkplatzsuche. Als wir dabei an der Seidensticker Halle vorbeifuhren, sahen wir schon eine riesige Menschentraube, das war so gegen 18.00 Uhr. Nachdem nach einigen Nervenaufreiben ein Parkplatz gefunden war, sind wir zur Halle gegangen, wo zwei riesige Gwendoline Figuren standen. Wir stellten und in die Menschenmenge, die vor der Tür stand und bereits nach 20 min. waren wir in der Halle (bei der Menschenmenge hätte ich gedacht das es erheblich länger dauert...) Naja erst einmal in der Halle drin, kam schon die erste Verwunderung: Ein offener Wellenbrecher! Na super, was für eine Logik...egal, Julia war eh nicht zu überreden, dort hineinzugehen. Denn was sie mir vorher ganz verschwiegen hatte: Sie hatte Platzangst. Zusätzlich durfte ich mir dann eine ganze Zeit lang ihr Gerede anhören, wie schlecht es ihr doch ginge und das ich ja daran schuld bin, weil ich sie angesteckt habe. Hör dir das mal ne Zeit lang an, ich sage dir, dass zieht an der eigenen Stimmung. Positiv denken, dachte ich mir da nur. Um kurz nach sieben kam dann meine „Rettung“, Eveline, ein Mädel aus meiner Klasse, hatte uns entdeckt und sich zu uns gesellt. Wir gingen dann zusammen zu den Leuten mit denen sie gekommen war. Es wurde getrascht, auf die Toilette gegangen und gewartet. Pünktlich um 20.00 Uhr fing die Vorband La Vela Puerca an, deren Name für mich unaussprechbar war und ist. Ansonsten kann ich nur sagen, dass die Band wirklich gut war. Bei solch eingängigen Melodien war es dann auch egal, dass man weder etwas vom Text verstand noch mitsingen konnte. Die Band wusste zu rocken und das Besondere war dann, als in manchen Lieder eine Trompete oder Mundharmonika geschickt zum Einsatz kam. Der Auftritt und die Musik kam sehr relaxt rüber (gut ich gebe zu das ich mich da voll und ganz auf meinen auditiven Sinn verlassen muss, denn gesehen habe ich gar nix). Nach 30 Minuten Spielzeit räumten sie die Bühne und die Umbaupause für DÄ begann. Die „Wir wollen die Ärzte sehen“ Rufe wurden inzwischen immer lauter.
Um 21.00 Uhr war es dann soweit, Die Ärzte kamen auf die Bühne. Von unserem Platz aus konnte ich nichts sehen, da mal wieder ein paar „Schränke“ vor uns standen. Den Anderen ging es da nicht anders wie mir. In der Halle war inzwischen eine unglaubliche Hitze und nebenbei durfte ich mir immer wieder Julias Sprüche anhören. Ok, dass reichte mir. Ich würde mir von ihr nicht die Stimmung verderben lassen! Außerdem wollte ich auch einmal was sehen. Ich sagte, dass ich weiter nach vorne wollte und fragte ob jemand mitkommt. Keiner wollte mit, also ging ich eben alleine. Die Hitze war inzwischen kaum noch auszuhalten und die Luft war auf meiner Etage mehr als schlecht (naja bei einer Größe von 1,63 m ist man halt gearscht, an frische Luft war jedenfalls nicht zu denken...) Mein neuer Platz war dann in der dritten Reihe hinter dem Wellenbrecher relativ mittig. Mit Anstrengung (sprich springen) war es sogar möglich was zu sehen (welch ein Erfolg Wink ) Ein „Schrank“ der in der 2. Reihe hinter dem Wellenbrecher stand, bemerkte mein Sichtproblem und ließ mich auf seinen Platz. Wow, super nett von ihm und jetzt hatte ich eine relativ gute Sicht.
DÄ spielten u.a.
- Radio brennt
- Der Graf
- Sweet sweet Gwendoline
- Unrockbar
- Deine Schuld
- Dinge von denen
- Schrei nach Liebe
- Sommer nur für mich
- Angeber
- Meine Freunde
- ½ Lovesong (mit Behind blue eyes Intro)
- Ignorama
- Kopfüber in die Hölle
- Westerland

Das konnte ich mir merken, die anderen Lieder habe ich vergessen.
Ich merkte irgendwann, dass mir die Hitze ganz schön zu schaffen machte. Noch nie in meinem Leben habe ich so geschwitzt und es war mir auch noch nie so egal zu schwitzen. Weil mir etwas komisch wurde habe ich mich vorne am Wellenbrecher festgehalten. Dem Typen den ich dabei umarmt habe hat das glücklicherweise nicht gestört. Es kam dann eine kurze Umbaupause, die Farin und Bela mit demselben Lied begleiteten, dass sie auch während der Umbaupause zu dem Rock’n’Roll Realschule Konzert spielten.
Kurze Verschnauffpause also. Dann ging es weiter mit Monsterparty und der lustige Astronaut. Bei der Graf ging es dann überhaupt nicht mehr mit der Hitze und ich kippte um und konnte den Rest des Konzertes (sprich Westerland und zu spät) nur noch auditiv mitverfolgen, während ich in so einer kleinen Gasse zwischen den Rängen lag. Weniger lustig war es dann, als die Sanis mich auch nach Konzert Ende nicht gehen lassen wollten und Julia inzwischen draußen am Ausgang auf mich wartete und wartete (joa so ne ¾ Stunde hab ich sie da warten lassen).
Ansonsten bleibt nur noch zu sagen, dass es ein richtig geiles Konzert war und die beste Band der Welt haben 2 ½ Stunden Bielefeld rocken lassen!
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